Kirchweg
27321 Thedinghausen, Ortsteil Lunsen
Telefon: (04204) 307
Website: www.kirche-lunsen.de

St. Cosmas und Damian Kirche
Die Kirche "St. Cosmas und Damian" zu Lunsen ist in ihrer heutigen Gestalt ein Sakralbau im neugotischen Stil und wurden in den Jahren 1874/77 auf dem Platz der alten Lunser Synodalkirche aus dem 14. Jahrhundert erbaut. Die erste Kirchengründung in Lunsen durch den Bremer Erzbischof Adaldagus reicht zurück in das Jahr 977. Wahrscheinlich ist diese erste Lunser Kirche ein grob gezimmerter Holzbau gewesen, der mit einer Reliquienschenkung auf die Zwillingsbrüder und Ärzte Cosmas und Damian, die 303 nach Christus unter Diocletian den Märtyrertod starben, geweiht worden ist.
Mehrere gründliche Renovierungen und Restaurierungen sind im Laufe der Jahrhunderte notwenidg gewesen, von denen offenbar die in der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts mit der Einführung der Reformation die bedeutsamste war.
Die Kirche wurde nämlich nicht nur baulich stabilisiert, sondern um einen Anbau, die songenannte "Hörner Kapelle", erweitert. Zu erwähnen wäre auch die Restauration im Jahr 1838, die nur durch die Hand- und Spanndienste der opferwilligen Gemeinde ermöglicht wurde. Aber auch in unserem Jahrhundert sind noch Renovierungen notwendig geworden, wie die im Jahre 1934, die besonders die Inneneinrichtung der Kirche betraf.
In den fünziger Jahren trat man der Beschaffung eines neuen Glockengeläuts und einer neuen Bedachung näher. In den Jahren 2001 und 2002 wurde die letzte große Restaurierung nötig. 2001 wurde das gesamte Äußere der Kirche saniert und neu verfugt, 2002 das Innere der Kirche nach alten Vorlagen von 1877 wieder hergestellt. Kirchenvorstand und Gemeinde haben in erheblicher Eigenleistung und Eigenarbeit dazu beigetragen.
Im Vergleich zum Thedinghäuser Kirchturm stellt sich der von Lunsen doch als wesentlich umfangreicher dar. Im Turm sind vier Stahlglocken aufgehängt, die durch Motorkraft geläutet werden. Das Außenmauerwerk der Kirche aus roten Ziegelsteinen kontrastiert in günstiger Weise zu den Dächern von Turm und Kirchenschiff, die in sogenannter altdeutscher Deckung mit Moselschiefer belegt wurden. Die untere schlanken und hohen Fenster im Turm, im Kirchenschiff und im Querbau lassen den gothischen Baustil deutlicher heraustreten als die Schallöcher der Glockenstube oben im Turm, deren bogenförmige Einrahmung dem romanischen Stil sehr nahe kommt. Die Portale - sowohl das an der Westseite des Turmes, aber noch mehr das an der Südseite der Kirche sichtbare - laden mit ihren nach innen versetzten und abgestuften gotischen Überbauten und gotischen Bögen die Gemeinde zum Eintritt in die Kirche ein.