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Weser-Radweg Verden-Hoya

Rubrik:Fahrrad-Touren, Eintagestour
Start:Verden, Südbrücke
Streckenverlauf:Rieda, Dörverden, Barme, Hoya, Wienbergen, Magelsen, Eitzendorf, Oiste, Varste, Blender
Ziel:Verden, Südbrücke
Länge:Rundkurs, ca. 50 km
Anfahrt:Mit der Bahn:
Aus Richtung Bremen oder Hannover kommend bis zum Bahnhof Verden (Aller), zum Bahnhof Dörverden bzw. zum Bahnhof Eystrup.

Mit dem Auto:
Über die A 27 bis zur Abfahrt Verden-Nord bzw. Verden-Ost und die B 215 in Richtung Süden.
Kontakt:Tourist- Information Verden (Aller)
Große Straße 40
27283 Verden (Aller)
Tel: 0 42 31/ 12- 345
Fax: 0 42 31/ 12- 320
email: touristik@verden.de

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Informationen zur Tour

Auf einem Rundkurs entlang der Weser zwischen Verden und Hoya.

Blick auf den Verdener Dom (Foto: Manfred Below)

Blick auf den Verdener Dom (Foto: Manfred Below)

Die Weser zwischen Verden und Hoya bietet auf beiden Flussseiten eine abwechslungsreiche Landschaft, die zu einer Radtour einlädt. Der Weser-Radweg (vom Weserbergland bis zur Nordsee) verläuft hier auf beiden Flussseiten und bietet die Möglichkeit zu einem Tagesausflug auf einem ca. 50 Kilometer langen Rundkurs.

Eine Besonderheit ist die Staustufe Dörverden mit dem Wasserkraftwerk. Radfahrer und Fußgänger können vom 15. März bis 15. Oktober die Weser zwischen Dörverden und Hilgermissen überqueren und gleichzeitig die Länge der Fahrradtour in etwa halbieren. Der Radweg führt immer in Wesernähe durch die Wiesen und Weiden der ebenen Wesermarsch und über bewaldete Geestrücken. Die Benutzung der Wege erfolgt auf eigene Gefahr.

Wegbeschreibung

Die Stadt Verden (Aller) am Zusammenfluss von Aller und Weser ist ein geeigneter Start- und Zielpunkt für die Rundtour zwischen Verden (Aller) und Hoya. Das Verdener Stadtbild wird von dem alles überragenden Dom (1290 - 1490) geprägt - gotische Baukunst mit dem ersten Hallenumgangschor in Deutschland. Die Entwicklung der Stadt aus der Norderstadt (bürgerliche Stadt) und der Süderstadt (bischöfliche Stadt) können Besucher an einem Stadtmodell von 1663 im Domherrenhaus - Historisches Museum nachvollziehen. Von überregionaler Bedeutung im Museum ist die Darstellung eines Jagdgeschehens auf einen Elefanten vor ca. 120.000 Jahren sowie die eines Neandertalers.

Wie groß war das Pferd vor 50 Mio. Jahren? Aufschlussreiches über Pferde in der Kultur, Geschichte, Kunst oder im Sport erfahren die Besucher im Deutschen Pferdemuseum.

Von Verden aus führt die Strecke über die Aller in das sogenannte Aller-Weser-Dreieck. Bei Rieda erreichen Sie erstmals die Weser. Zwischen Geestefeld und Stedorf verläuft der Radweg parallel zum Schleusenkanal. Ein Besuch der Schleusenanlage lohnt sich. Sie überqueren den Schleusenkanal und erreichen die Wehranlage und das Wasserkraftwerk Dörverden. Hier haben Sie die Möglichkeit, die Weser zu überqueren (15. März bis 15. Oktober). Das Wasserkraftwerk Dörverden ist das älteste der Kraftwerkskette an der Weser. Es wurde 1913 in Betrieb genommen und diente ursprünglich zur Stromversorgung des Pumpenwerks in Minden, das den Mittellandkanal mit Wasser versorgt. Es nutzt die Wassermenge der Weser zur Erzeugung elektrischer Energie und wird, soweit es das Wasserangebot zulässt, rund um die Uhr im Dauerbertrieb mit Höchstleistung eingesetzt. Das Wasserkraftwerk erhält sein erforderliches Gefälle durch die Wehranlage Dörverden. Sie staut das Wasser und ermöglicht damit auch die ganzjährige Schifffahrt auf der Weser.

Wenn Sie sich für das Befahren der vollständigen Rundstrecke entschließen, führt der Weg am InfoPoint vor dem Kraftwerk in Richtung Dörverden. Dort finden Sie am Rathaus eine kostenfreie e-Bike-Ladestation. Lohnenswert ist ein Zwischenstopp am Kulturgut Ehmken Hoff. Kurz vor dem Ortsausgang in Richtung Süden biegen Sie in den Barmer Weg. Vorbei an alten Gehöften erreichen Sie die Ortschaft Barme. Hier ist ein Abstecher zum Wolfscenter absolut empfehlenswert. Weiter geht es entlang der B 215 in Richtung Süden. Bevor Sie das Ortsschild der Ortschaft Hassel erreichen, biegen Sie rechts ab in den Jübberweg. Sie erreichen anschließend die Landesstraße 330, die Sie direkt nach Hoya führt. Zu einem kleinen Abstecher bieten sich die Naturschutzgebiete Alhuser Ahe (Lerchenspornblüte März/April) und Weidesee (Vogelbeobachtungsstation) bei Hassel an.

Die alte Grafenstadt Hoya lädt Sie ein zu einer Besichtigung des Kulturzentrums Martinskirche, des Grafenschlosses und des Bürgerparks ein. Auch das im ehemaligen Staffhorst´schen Gutshaus untergebrachte Heimatmuseum Grafschaft Hoya präsentiert mehrmals im Jahr wechselnde Ausstellungen. Lohnenswert ist ein kleiner Abstecher in den drei Kilometer entfernten Flecken Bücken mit der doppeltürmigen Stiftskirche St. Matemiani et St. Nicolai, die durch ihren bemerkenswerten Reichtum an bedeutenden Kunstschätzen auch über die Landesgrenzen hinaus bekannt ist.

Von Hoya führt der Weg vorbei an idyllischen Kolken durch die Gemeinde Hilgermissen mit ihren verschiedenen Ortsteilen, in denen gemütliche Gaststätten zum Verweilen einladen. Von Wienbergen erreichen Sie die Staustufe und das Wasserkraftwerk Dörverden. Beim Befahren der vollständigen Rundstrecke sollten Sie einen Abstecher an den Alveser See in Eitzendorf einlegen. Dieser Altarm der Weser erstreckt sich idyllisch gelegen über mehrere Kilometer und ist als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen.

Anschließend erreichen Sie das kleine Dorf Oiste. Hier lohnt ein Besuch der 1832 erbauten Kirche im klassizistischen Stil mit interessanten Gabsteinen. Von Oiste aus führt der Weg vorbei am Varster und Blender See, zwei ehemalige Flussarme der Weser, nach Blender. Blender wurde erstmals 1186 urkundlich erwähnt. Hier können Sie die Kirche mit Furtwängler-Orgel und die Galerieholländer Windmühle aus dem Jahre 1872 besichtigen. Außerdem bietet sich Ihnen eine direkte Anschlussmöglichkeit an die 33 Kilomter lange Blender-Tour mit Start und Ziel an der Blender Mühle. Über Varste erreichen Sie die Weserbrücke bei Hutbergen. Kurz hinter der Ortschaft haben Sie bereits wieder die historische Kulisse der Stadt Verden vor sich.

Die Weser bei Dörverden (Foto: Manfred Below)

Die Weser bei Dörverden (Foto: Manfred Below)

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